Mit dem Eintritt in die gemeinsame Projektphase beauftragten beide Gesellschafter STELLWERK Energy mit der Begleitung des Fusionsvorhabens. Dieses gemeinsame Mandat beruhte auf dem Vertrauen beider Seiten und bildete die Grundlage für eine ausgewogene Bewertung der Interessen und Handlungsoptionen. So entstanden gemeinsam getragene Entscheidungsgrundlagen für den Zusammenschluss, die den Zielen beider Städte Rechnung trugen.
Pinneberg und Tornesch standen vor der Aufgabe, ihre Energieversorgung weiterzuentwickeln und Investitionen in Infrastruktur und Wärmewende zu ermöglichen. Im Mittelpunkt des Fusionsprojekts stand die Frage, wie ein gemeinsames Unternehmen diese Aufgaben wirtschaftlich tragfähig erfüllen und zugleich die Ziele beider Städte berücksichtigen konnte.
Dafür musste aus der grundsätzlichen Bereitschaft zur Zusammenarbeit ein konkretes Fusionsmodell werden: Welche wirtschaftlichen Vorteile waren zu erwarten? Wie sollten die Unternehmenswerte in Beteiligungsanteile übersetzt werden? Und wie ließ sich die Mitwirkung der kleineren Partnerin verlässlich absichern?
Ebenso wichtig war der Blick auf den künftigen Betrieb. Organisation, Leistungsbeziehungen, Prozesse und IT mussten zusammenpassen, damit aus dem gesellschaftsrechtlichen Zusammenschluss eine gemeinsame betriebliche Praxis entstehen konnte.
Eine Voraussetzung auf Tornescher Seite war die vorangegangene Rekommunalisierung. Diesen eigenständigen Beratungsprozess erläutert die Fallstudie Stadt Tornesch.