← Ausgewählte Projekte

FALLSTUDIE / STADTWERKE SH

Stadtwerke SH: Ein gemeinsames Betriebsmodell für drei kommunale Stadtwerke

Wie Schleswig, Rendsburg und Eckernförde eine weitreichende Kooperation vereinbarten, die Voraussetzungen für Synergien ähnlich einer vollständigen Fusion schufen und dabei ihre kommunale Eigenständigkeit bewahrten.

Stadtwerke-KooperationBetriebsorganisatorische IntegrationKommunale Eigenständigkeit

DIE AUSGANGSFRAGE

Wie lässt sich Leistungsfähigkeit gemeinsam sichern?

Die Stadtwerke standen vor wachsenden Anforderungen durch Energiewende, Digitalisierung, Wettbewerb und Regulierung. Zugleich zeichnete sich ab, dass der demografische Wandel die Gewinnung und Bindung qualifizierter Beschäftigter erschweren würde.

Ausgehend von den Stadtwerken Schleswig und Rendsburg entstand ein mehrjähriger Strategie- und Abstimmungsprozess. Später schlossen sich die Stadtwerke Eckernförde an. Ziel war, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemeinsam zu sichern und die kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten zu erhalten.

DAS KOOPERATIONSMODELL

Gemeinsamer Betrieb bei eigenständigen Stadtwerken

STELLWERK Energy entwickelte mit den Beteiligten ein Modell der betriebsorganisatorischen Integration: Mitarbeiter und Geschäftsprozesse sollten in einer gemeinsamen Betriebsführungsgesellschaft zusammengeführt werden.

Die einzelnen Stadtwerke blieben rechtlich eigenständig. Ihr Anlagevermögen verblieb bei ihnen, ebenso die Entscheidung über die Gewinnverwendung und die Infrastruktur ihrer jeweiligen Stadt. Die gemeinsame Gesellschaft erhielt den Auftrag, die betrieblichen Leistungen für die drei Unternehmen zu erbringen.

So entstand eine Kooperationsform, die eine umfassende gemeinsame Betriebsorganisation mit dem Erhalt wesentlicher kommunaler Entscheidungsrechte verband.

UNSERE ROLLE

Wirtschaftlichkeit und Gestaltung zusammenführen

STELLWERK Energy begleitete den Prozess von den Sondierungsgesprächen über die Modellentwicklung bis zur Vorbereitung der Gründung.

Wir erarbeiteten die Wirtschaftlichkeitsrechnung, untersuchten die erwarteten Synergien und konzipierten die kaufmännischen, rechtlichen und organisatorischen Grundlagen der Zusammenarbeit. Die Beiträge der beteiligten Fachberater koordinierten wir und führten sie zu einem abgestimmten Gesamtkonzept zusammen.

Dabei mussten die wirtschaftlichen Ziele mit den Anforderungen der kommunalen Gesellschafter, der Geschäftsführungen und der Beschäftigten in Einklang gebracht werden.

ABSTIMMUNG UND ENTSCHEIDUNG

Politik und Beschäftigte frühzeitig beteiligen

Die Verständigung über das Modell entstand in enger Zusammenarbeit mit den Beteiligten. Die Betriebsratsvorsitzenden waren von Anfang an in die Beratungen des internen Lenkungskreises eingebunden.

Eine politische Arbeitsgruppe mit Aufsichtsratsvorsitzenden und Vertretern der kommunalpolitischen Fraktionen begleitete den Prozess. In einzelnen und gemeinsamen Klausurtagungen wurden wirtschaftliche Perspektiven, Interessen und Gestaltungsoptionen erörtert.

Diese Projektorganisation machte unterschiedliche Erwartungen frühzeitig sichtbar und schuf die Grundlage für tragfähige Entscheidungen. Kommunale Verantwortung, betriebliche Anforderungen und Arbeitnehmerinteressen wurden gemeinsam bearbeitet.

DAS ERGEBNIS

Drei Partner vereinbaren eine gemeinsame Betriebsführung

Im November 2019 wurde die Stadtwerke SH GmbH & Co. KG gegründet. Die drei beteiligten Stadtwerke hielten jeweils ein Drittel der Anteile. Zum 1. Januar 2020 nahm die gemeinsame Gesellschaft die Betriebsführung auf.

Damit hatten die Partner eine verbindliche Grundlage für die gemeinsame Organisation ihrer betrieblichen Aufgaben geschaffen. Die Fallstudie zeigt, wie sich ein weitreichendes Kooperationsmodell wirtschaftlich entwickeln, mit den Beteiligten abstimmen und zur Gründung führen lässt.

PRESSE UND FACHBEITRÄGE

Die Gründung in der Fachpresse

Die ZfK begleitete die Entwicklung des Modells bereits 2017. Im Dezember 2019 berichtete sie über die Gründung und würdigte die Rolle der Berater bei der Verständigung zwischen den Beteiligten. Ein ergänzender Gastbeitrag von Jürgen Haneberg und Dr. Axel Horstmann erläutert die Modellentwicklung und die Einbindung von Politik und Beschäftigten.

  1. ZfK · Gastbeitrag

    Stadtwerke-Kooperation: Mehr ist machbar

    Jürgen Haneberg und Dr. Axel Horstmann erläutern das Modell einer gemeinsamen Betriebsorganisation bei fortbestehenden kommunalen Unternehmen. Ausgabe 09/2017, Seite 14.

    Artikel lesen (PDF) ↗
  2. ZfK · Gastbeitrag

    Stadtwerke SH: Wie eine enge Kooperation gelingen kann

    Die Berater beschreiben die Entwicklung des Modells, die Beteiligung von Politik und Beschäftigten sowie die Koordination der fachlichen Anforderungen.

    Artikel bei der ZfK lesen ↗
  3. ZfK · Redaktioneller Bericht

    Stadtwerke-Allianz ist wetterfest

    Hans-Peter Hoeren berichtet über die Gründung der Kooperation und die Rolle von STELLWERK Energy bei der Verständigung zwischen den Beteiligten. Ausgabe Dezember 2019, Seite 28.

    Artikel lesen (PDF) ↗

Die heutige STELLWERK Energy GmbH firmierte bis zum Januar 2020 als STELLWERK Management Consulting GmbH. Die damaligen Veröffentlichungen nennen deshalb die frühere Firmenbezeichnung.

IHRE STRATEGISCHE FRAGE

Welches Kooperationsmodell
passt zu Ihren Stadtwerken?

Wir entwickeln mit Ihnen wirtschaftlich tragfähige Modelle und begleiten die Verständigung mit Gesellschaftern, Führungskräften und Beschäftigten.

Zum Kontakt ↗